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Der einzige Ratgeber, der eine Frau vor, während und nach der Geburt begleitet! Erstaunlich aber wahr: die alte Hebammenregel "Neun Monate kommt's, neun Monate geht's."

SOS beim Milcheinschuss

Die letzten Monate konntest du deine Füße nicht sehen, weil der Bauch so dick war. Jetzt kann es passieren, dass dein geschwollener Busen die Aussicht versperrt: der berühmtberüchtigte Milcheinschuss. Ein garstiger Begriff, aber auch ein drastischer Vorgang: Innerhalb von Stunden ist die Brust hochempfindlich, heiß; und oft so prall, dass die Brustwarze verstreicht. Jede Bewegung schmerzt. Ursache ist das Hirnhormon Prolaktin, das den kleinen Milchproduktionsfabriken im Busen den Befehl gegeben hat: "So, jetzt ordentlich Muttermilch produzieren!" Dazu haben sich Blut- und Lymphgefäße geweitet - wie Landstraßen, die zu Autobahnen werden. Die Brust erscheint blau geädert. Innerhalb von 24 Stunden ist der Milcheinschuss meist vorüber.

SOS beim Milcheinschuss
Vor dem Stillen: Wärme! Macht die Muskulatur weich und bringt die gestaute Milch zum Laufen. Föhn, Dusche, warmer Waschlappen, Kirschkernkissen, Rotlicht - erlaubt ist, was hilft. Die Brüste sanft von der Achselhöhle zur Brustwarze hin ausstreichen, um den Milchfluss in die richtige Richtung zu unterstützen.

Nach dem Stillen: Quarkwickel machen oder kalte Kohlblätter auflegen. Durch Kälte ziehen sich die geweiteten Blutgefäße in der Brust wieder zusammen. Das Spannungsgefühl lässt nach. Gleichzeitig wird weniger Milch produziert, da weniger Milchbaustoffe zu den Drüsen gelangen. Anlegen, anlegen, anlegen! Merke: Das Baby ist jetzt dein wichtigster (Entleerungs-) Helfer. Allerdings wird eure Liebe auf eine harte Probe gestellt. Babys haben nämlich, wenn's drauf ankommt, keine kleinen, süßen Mündchen, sondern Piranhakiefer.